Psychologie

Körperliche Erkrankungen haben nicht selten auch Auswirkungen auf das psychische Wohlbefinden und umgekehrt. Häufig stellen Sie einen Lebenseinschnitt dar, der mit unterschiedlichen körperlichen, sozialen und psychischen Herausforderungen einhergeht und unter Umständen auch Veränderungen in der bisherigen Lebensführung erforderlich macht.

Unsere Psychologinnen und Psychologen unterstützen Sie mit unterschiedlichen Gruppen- und Einzelangeboten während Ihrer Rehabilitationsbehandlung.

  • Gruppenprogramm

    Das Gruppenprogramm der psychologischen Abteilung beinhaltet verschiedene Vorträge, Seminare und Gruppentherapien zur Förderung des Wohlbefindens, einer guten Krankheitsbewältigung und einer gesunden Lebensweise:

    • Entspannungstherapie (Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson)
      Nach einer ausführlichen Einweisung trainieren Sie unter professioneller Anleitung in Kleingruppen die Verbesserung Ihrer Entspannungsfähigkeit mit dem Ziel, die hier erlernten Techniken in Ihren Alltag zu integrieren.
    • Stressbewältigung
      Anhaltender, belastender Stress kann sich ungünstig auf ihre Lebensqualität auswirken und auch ihre Krankheitsbewältigung behindern. Im Seminar werden kurz- und langfristige Interventionsstrategien zur Stressreduzierung, Möglichkeiten der Früherkennung und die Förderung von Achtsamkeit und Wohlbefinden thematisiert.
    • Tabakentwöhnung
      Interessierte Raucher/innen bzw. Ex-Raucher/innen beschäftigen sich in Kleingruppen mit Strategien zur Reduzierung des Zigarettenkonsums, zum Rauchstopp und zur Bearbeitung des Rauchverlangens.
    • Schlafstörungen
      Schlafstörungen können im Zusammenhang mit nächtlichen Schmerzen, aber auch unabhängig davon auftreten. Im Seminar erhalten Sie wichtige Informationen über Schlafmythen, eine gesunde Schlafhygiene und Strategien zum Umgang mit Schlafproblemen.
    • Gruppenprogramm „Chronischer Schmerz“
      In mehreren Sitzungen erhalten Sie Informationen über die Entstehung chronischer Schmerzen, gedankliche, verhaltensbedingte und emotionale Einflussmöglichkeiten auf Ihr Schmerzerleben und den Aufbau von Schutzfaktoren. Herausgearbeitet und verändert werden Schmerzverstärker im privaten und beruflichen Alltag, dysfunktionale Gedanken und ungünstige Kommunikationsmuster.
    • Seminar „Leben mit Herz-Kreislauferkrankungen“
      Kardiologische Patienten erhalten die Möglichkeit zum Austausch über das Erleben ihrer Erkrankungssituation. Neben der Beleuchtung psychischer Belastungen, die sich aus dem oft veränderten Leistungsvermögen oder der Furcht vor der zukünftigen gesundheitlichen
    • Vortrag „Psyche und Krebs“
      Sie erhalten Informationen über typische psychosoziale Belastungen, die häufig bei Krebserkrankungen und im Prozess der Krankheitsverarbeitung auftreten. Erste Strategien zum Umgang damit sowie Möglichkeiten der Förderung von emotionaler Stabilität und Lebensqualität werden vorgestellt. Auch auf Mythen und wissenschaftliche Ergebnisse zur Frage der psychosozialen Einflussfaktoren auf die Entstehung und den Verlauf von Krebserkrankungen wird eingegangen.
    • Psychoonkologische Gesprächsgruppe
      Die Gruppengespräche bieten die Möglichkeit, sich unter fachlicher Anleitung mit anderen betroffenen Patienten und Patientinnen über Themen wie das Zurückfinden in den Alltag, persönliche Kraftquellen, Veränderungen im Leben in Folge der Krebserkrankung, Verbesserung der Abgrenzungsfähigkeit, Umgang mit reduzierter Belastbarkeit und Kommunikation mit Angehörigen auszutauschen. Entwicklung ergeben, liegt besonderer Fokus dabei auch auf der Vermittlung von Möglichkeiten der Einflussnahme auf potenzielle Risikofaktoren sowie die Wiedererlangung des Vertrauens in die eigene körperliche Belastbarkeit.
  • Einzelgespräche

    Die Bearbeitung spezifischerer Fragestellungen kann auch in Einzelgesprächen erfolgen. Thematisiert wird dabei z.B. häufig:

    • Strategien, Aktivitäten und Erfahrungen, die Kraft geben und helfen, mit Belastungen umzugehen
    • Umgang mit Stress, depressiven Beschwerden und Ängsten
    • Berufliche Probleme bzw. die Vorbereitung des beruflichen Wiedereinstiegs
    • Innerfamiliäre Konfliktsituationen evtl. auch unter Einbeziehung der Partnerin/des Partners oder anderer Angehöriger
    • Unterstützung bei der Suche nach ambulanten Psychotherapeuten